Gottfried Silbermann und das Silbermann Museum
Gottfried Silbermann geboren 1683 in Frauenstein im Ortsteil Kleinbobritsch als einfacher Handwerkersohn eines Bildschnitzers, gilt als der bedeutendste Orgelbauer der Barockzeit (18. Jahrhundert).
Silbermann Orgeln
Seine Orgeln, die er ab 1711 in seiner eigenen Werkstatt baute, sind als Silbermann-Orgeln bekannt und zeichnen sich aus durch die präzise Verarbeitung und durch den einmalig, besonders klaren Klang, beeinflusst durch die französische Klassik und die gleichschwebende Stimmung. Auftakt seines eigenen Schaffens 1711 war der Bau der Orgel in der Stadtkirche seiner Heimatstadt Frauenstein und 1714 sein erstes Meisterwerk, die dreimanualige Orgel mit 45 Registern im Freiberger spätgotischen Dom St. Marien, die noch heute komplett erhalten ist.
Sein Schaffen konzentriert sich auf den Raum Freiberg. Heute sind in Sachsen und Thüringen von 46 Orgeln noch 31 erhalten sind.
Silbermann Museum Frauenstein
Seit 1983 ist ihm in seiner Heimatstadt Frauensteinein ein Silbermann Museum gewidmet, das sein Werk und sein Schaffen anhand von Fotos und Exponaten dokumentiert. Hier steht auch ein funktionierender Nachbau einer Silbermann Orgel. Hervorragendes leistete Silbermann im Bau der sogenannte Hammerklaviere, die er u.a. an Friedrich II., König von Preußen lieferte. Johann Sebastian Bach komponierte darauf sein „Musikalisches Opfer“, der besonders die gelungene Synthese von französisch-elsässischer und mitteldeutscher Tradition im Orgelbau lobt.
Nach einem rastlosen und sehr konzentrierten Schaffen starb er 1753 in Dresden sehr wohlhabend, jedoch ohne direkten Nachkommen, da ihm eine unglückliche aber intensive Liebe zu einer jungen Nonne nachgesagt wird.
Seit 1990 besteht eine stetig wachsende Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e.V., die sich um Veranstaltungen und Publikationen initiiert.
Ein Gottfried-Silbermann-Wettbewerb, der 2007 bereits das 8. Mal stattfindet soll junge Organisten und die Orgelmusik an historischen Orgeln fördern.